Gemeinsam für den Artenschutz: Samtgemeinde schließt sich der Naturschutzallianz im Landkreis Stade an | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Die Allianz für den regionalen Natur-, Umwelt- und Artenschutz wächst weiter: Nach dem Landkreis Stade, den Samtgemeinden Harsefeld und Fredenbeck sowie der Jägerschaft des Landkreises Stade e.V. hat sich nun auch die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten der wegweisenden Naturschutzabsichtserklärung angeschlossen.

Gemeinsam für den Artenschutz:
Samtgemeinde schließt sich der Naturschutzallianz im Landkreis Stade an

Mit der Unterzeichnung setzt die Kommune ein klares Zeichen für den nachhaltigen Erhalt heimischer Tier- und Pflanzenwelten.

Samtgemeindebürgermeister Holger Falcke betont: „Mit der Unterzeichnung übernehmen wir Verantwortung für unsere Kulturlandschaft und setzen ein klares Signal für gelebten Natur- und Artenschutz vor Ort. Entscheidend ist, dass Ausgleichsmaßnahmen möglichst nah am Eingriff und nachhaltig umgesetzt werden – dafür bringen wir uns als Samtgemeinde freiwillig und aktiv ein.“

Die Kooperation zielt darauf ab, ökologische Ausgleichsmaßnahmen bei unvermeidbaren Natureingriffen durch Bauvorhaben oder Versiegelungen effizienter und in räumlicher sowie zeitlicher Nähe zum Eingriff – vorzugsweise auf kommunalen Flächen – zu steuern. Ein begleitendes Monitoring sichert die Langzeitwirkung. Schwerpunkte liegen auf Heckenanlagen, Artenschutz und Feuchtgebietsrenaturierungen.

Der Hegering Oldendorf-Himmelpforten freut sich, dass die Kooperation auch bald in ihrem Gebiet Wirkung zeigen wird. "Wir freuen uns, dass wir auch unsere Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten für die Unterzeichnung der Naturschutzabsichtserklärung gewinnen konnten. Die Maßnahmen werden, auch über die Gebietskulisse unseres Rebhuhnschutzprojektes hinaus, einen wichtigen Teil zum Natur- und Artenschutz innerhalb unserer Samtgemeinde beitragen und sind ein klares Bekenntnis zu einer guten Kooperation zwischen den Kommunen und der Jägerschaft!", so Karsten Wassermann, Vorsitzender des Hegerings Oldendorf.

Jens Hariefeld, Vorsitzender der Jägerschaft im Landkreis Stade e.V., begrüßt den Beitritt als Stärkung des regionalen Netzwerks und äußert sich wie folgt: „Wir setzen darauf, dass sich noch weitere Kommunen im Landkreis Stade dieser Vereinbarung im Sinne des Naturschutzes anschließen!“

Konkrete Schutzmaßnahmen für Wegränder und Kulturlandschaft

Die Vereinbarung umfasst verbindliche Bewirtschaftungsregeln für Wegränder, Äcker und Grünland:

• Schutz der Bodenbrüter: Verzicht auf Mähen oder Mulchen von Wegrändern und Blühstreifen bis zum 15. August.

• Insektenschutz im Winter: Ruhen der Arbeiten von Herbst bis April zum Schutz überwinternder Insekten.

• Schonende Mähtechnik: Einsatz von Doppelmesserbalkenmähwerken ohne Mulchen oder Düngen; Mähgut verbleibt kurz zur Aussaat auf der Fläche.

• Regionales Saatgut: Verwendung regionalspezifischer Saaten gemäß § 40 BNatSchG.

Hecken werden maximal alle zwei bis, drei Jahre ab November beschnitten, abschnittsweise verjüngt (alle acht bis elf Jahre) und bei beidseitigen Wegen alternierend gepflegt, um kontinuierlich Lebensräume zu sichern.

Der Beitritt der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten verdichtet das regionale Artenschutznetzwerk im Landkreis Stade nachhaltig.

Vollständige Details zu den Vereinbarungen sind zu finden unter: [https://jaegerschaftstade.de/gemeinsam-fuer-den-artenschutz-landkreis-stade-samtgemeinden-und-jaegerschaft/]

Text und Foto: Jägerschaft des Landkreises Stade e.V.