Wespensaison: Hilfreiche Informationen und Tipps | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Landkreis Stade. Der Sommer lädt zum Essen und Trinken im Freien ein. Allerdings gesellen sich Wespen in dieser Zeit gerne als ungebetene Gäste dazu. Dann kommt es auf den richtigen Umgang mit den schwarz-gelben Insekten an. Dabei unterstützen ehrenamtliche Wespenberaterinnen und Wespenberater des Landkreises.

Wespensaison: Hilfreiche Informationen und Tipps

Die Wespensaison läuft und das spüren die Menschen in der Region zum Beispiel an gemütlichen Abenden mit Grillfleisch und süßen Getränken. Lästig sind in diesem Zusammenhang jedoch nur zwei Arten: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Laut Janette Hagedoorn-Schüch, Diplom-Biologin im Amt Naturschutz der Kreisverwaltung, erledigt sich dieses Problem in kurzer Zeit von selbst: „Die Wespen sterben zum Herbst hin alle ab. Nur die im August schlüpfenden Jungköniginnen überwintern an frostgeschützten Stellen. Sie gründen im nächsten Frühjahr ein neues Volk. Der alte Standort wird nicht wieder besiedelt.“

Zumal andere Wespenarten friedfertiger durchs Leben fliegen: „Wespe ist nicht gleich Wespe! Die Sächsische Wespe und die Mittlere Wespe interessieren sich nicht für Süßes oder Grillfleisch und sind harmlos. Vor ihren Nestern können sich auch Haustiere wie Hunde in der Regel sorgenfrei aufhalten. Das Nest wird nur bei Störungen direkt an der Hülle verteidigt.“, erklärt Janette Hagedoorn-Schüch. Zu erkennen ist die „Wohnung“ der Mittleren Wespe an ihrer Form. Diese erinnert an eine Erdbeere und hängt frei in geschützten Bereichen – oft in besiedelten Gegenden. Das Nest ist maximal so groß wie ein Fußball und beherbergt bis zu 350 Tiere.

Abgesehen von ihrer Präsenz am Essenstisch sind Wespen wichtige Dienstleister für die Landwirtschaft und Hobbygärten. Denn die schwarz-gelben Tiere agieren als Blütenbestäuber und fleißige Insektenfresser. So fängt ein großes Wespenvolk beispielsweise eine tägliche Insektenmenge von 500 Gramm - das entspricht der Portionsgröße des Nachwuchses von fünf Meisenpaaren.

Wenn ein entspanntes Zusammenleben zwischen Menschen und Wespen auf dem eigenen Grundstück nicht mehr möglich ist, kommen die 25 ehrenamtlichen Wespenberaterinnen und -berater im Landkreis ins Spiel. Sie setzen sich in ihrer Freizeit für den Artenschutz ein, informieren und erklären einfache Verhaltensregeln - am Telefon oder bei Bedarf vor Ort. „Die Beseitigung von Wespennestern wird von uns nicht durchgeführt, vielmehr steht der Schutz von Hornissen und Wespen im Vordergrund“, macht Gabriele Mahr deutlich.

Sie ist seit einem Jahr als Wespenberaterin tätig und rät für einen stressfreien Umgang mit den Insekten dazu, folgende Hinweise zu beachten: „Es macht Sinn, zwei bis drei Meter Abstand von Nestern zu halten und hektische Bewegungen zu vermeiden. Nahrungsmittel sollten im Freien abgedeckt werden. Um das Eindringen in die Wohnung zu verhindern, helfen Fliegengitter an Türen und Fenstern. In keinem Fall sollte selbstständig Insektenvernichtungsmittel eingesetzt werden!“

Ein Wespenstich ist für Menschen grundsätzlich nicht gefährlich. Wer allergisch reagiert, sollte allerdings umgehend einen Arzt aufsuchen. Mehr Informationen zu Wespen sind auf der Internetseite des Landkreises unter ℹ️ www.landkreis-stade.de/wespen zu finden. Dort ist auch eine aktuelle Liste der Wespenberatung hinterlegt.